Ist Storytelling im Business dasselbe wie Märchen erzählen?

In diesem Beitrag erfahren Sie, dass Storytelling im Business nichts mit Märchen erzählen zu tun hat. Auch wenn Werbevideos besonders jetzt an Weihnachten etwas anderes vermitteln: Es geht um etwas ganz anderes. Ich zeige Ihnen, wie Sie Storytelling gleich zu Beginn Ihrer nächsten Kommunikationsaufgabe einsetzen und so besser überzeugen.

Legen wir los.

„Märchen erzählen? Nicht bei uns!“

Er war hörbar erbost.

„Storytelling? Wir sind Unternehmer und halten uns an die Fakten! Das ist professionell. Alles andere ist unseriös und gehört ins Reich der Märchenerzähler!“

ein offenes magisches Buch mit Wunderland-Szenen

Jetzt in der Weihnachtszeit erleben sie wieder Hochblüte: Die märchenhaften Werbe-Clips. Sie erzählen gefühlvolle Geschichten von Einsamkeit, Traurigkeit, dann Versöhnung und am Ende eine fröhliche Weihnachtsfeier in der trauten familiären Runde. Ende gut, alles gut.

Ich glaube, Videoclips wie diese führen dazu, dass CEOs Storytelling automatisch mit solchen Geschichten verknüpfen. Sie kommen automatisch zum Schluss, Storytelling habe mit Märchen erzählen zu tun. Und mit viel Werbebudget.

Welches sie definitiv nicht in der Kasse haben.

Dann reagieren sie verständlicherweise mit Unverständnis, sobald sie hören, dass ich mich auf Storytelling spezialisiert habe.

Wie geht es Ihnen mit Storytelling?

Wie wäre es für Sie, wenn Sie wüssten, wie Sie Storytelling gleich bei Ihrer nächsten Marketingaufgabe einsetzen? Und so Ihre Kommunikation auf Anhieb effizienter wird? Bei Ihrem nächsten Newsletter, Ihrem Social Media-Post, Kundenbrief oder Flyer.

Da habe ich eine einfache Regel für Sie:

Zeigen Sie dem Empfänger von Anfang an, dass er Ihnen nicht egal ist.

Sie werden spürbar effizienter, wenn Sie Ihre bisherigen Inhalte auf Ihren bisherigen Kanälen verändern: Von produktbezogenen, absenderorientierten Texten zu emotionaler Ansprache und Empfängerorientierung.

Von „Wir sind die besten“ zu „erleben Sie Vorteil X und Vorteil Y“.

Steigen wir gleich ein:

Angenommen, Sie sitzen gerade vor dem leeren Bildschirm.  Sie wollen einen Newsletter an Ihre Kunden schreiben.  Thema:  Ihre Angebote wieder einmal in Erinnerung rufen. Der Cursor blinkt… und blinkt…

Diesmal soll der Newsletter besser sein als das letzte Mal. Diesmal soll er eine höhere Öffnungsrate haben und nicht gleich in den Papierkorb verschoben werden.

Wann wird eine Mail ohne zu öffnen gelöscht? Wenn sie vom Empfänger das Etikett „Spam“ erhält. Sprich: Werbung. Werbung, bei denen das Produkt im Zentrum steht.

Statt der Mensch.

Was kann ich tun?  

Überlegen Sie sich als erstes die Antwort auf die ewige Kundenfrage:

Was habe ich davon?

Und wenden Sie die Antworten gleich am Anfang an. Im Betreff. Im ersten Satz.

Bauen Sie eine emotionale Brücke zu Ihren Kunden.

Hier sind 3 solcher emotionaler Brücken:

  • Stellen Sie sich Ihre Kunden mit seinen Bedürfnissen, Werten und Problemen vor und holen Sie sie so ab. Zum Beispiel könnte ein Unternehmen mit Buchhaltungssoftware schreiben: „Für ein einfacheres Leben.“
  • Schreiben Sie eine Kundenaussage in den Betreff, die auf den Punkt bringt, um was es geht. Zum Beispiel: Märchen erzählen? Nicht bei uns.
  • Sagen Sie einfach mal „Danke für Ihr Vertrauen.“ Und zwar gleich im ersten Satz. Nicht wie sonst erst am Schluss, wenn das niemand mehr liest.

Wenn Sie das Eis gleich zu Beginn brechen, werden Ihre Kundenautomatisch hellhöriger für Ihre Produkte.

Immer zuerst das „Warum“, dann das „Was“. Zuerst der Nutzen, dann das Produkt.

Und schon sind wir im Storytelling.

Storytelling im Business bedeutet, die Ja-Knöpfe für Menschen zu stimulieren und sie so „blitzartig in einen Film schiessen“. Weil sich etwas für sie ändert und sie sich diese Veränderung plastisch vorstellen können. Da braucht es kein Walt Disney dazu. Keine fantasievolle Märchen.

Überhaupt keine Fantasie. Null.

Statt den Leser mit Fantasie und Märchen erzählen auf die falsche Fährte zu führen verdichten Sie Ihre Inhalte auf den Nutzen. So überzeugen Sie in den ersten 7 Sekunden. Besser als je zuvor.

Wie aber machen Sie diesen Unterschied, wie finden Sie zu diesem Nutzen?

Welcher auch noch besser ist als der Ihres Wettbewerbers?

Das erfahren Sie in meinem neuen Buch „Speck und Blume“

Dort erhalten Sie mein ganzes Wissen zu Storytelling mit auf Ihren Weg.

Wissen ist aber nichts Wert, wenn man es nicht anwenden kann.

Deshalb erhalten Sie viele Tipps, wie Sie mit einfachem Storytelling die Ja-Sensoren Ihrer Kunden stimulieren und diese ab sofort in Ihre Marketingtexte streuen wie das Salz auf die Weihnachts-Pommes frites.

Plus: Die einfache Formel, wie Sie sich vom Wettbewerb abheben und so Ihre Marke werthaltig stärken. Denn mit dem Nutzen alleine ist es noch nicht getan.

Sprich: Praktisches Wissen, um die Wachstumsstrategie Ihres Unternehmens zu sichern.

Mittels handfester, nüchterner Fakten. Statt Märchen erzählen.

 

Ingrid Schmid

20. Dezember 2021

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